20. Rennsteigstaffellauf von Blankenstein nach Hörschel

Leichtathletik

Die Mixstaffel des SC DHfK Leipzig im Ziel (Foto: privat)

Die Männerstaffel "Run for the Kids" im Ziel (Foto: privat)

Unter dem Motto „Ein letztes Mal von Ost nach West“ machten sich zwei Lauf-Teams der DHfK mit 236 weiteren Teams gemeinsam auf den knapp 170 Kilometer langen Weg von Blankenstein nach Hörschel. Die ersten von jeweils zehn Läufern jeder Staffel starteten in aller Morgenfrische am Selbitz-Platz in Blankenstein, da wo der legendäre Rennsteig beginnt. Nur die Männerstaffeln durften eine ganze Stunde länger schlafen. Für Dirk unseren Startläufer der Mixstaffel klingelte daher der Wecker kurz nach Mitternacht. Gemeinsam mit Brit, Liane - die als zweite Läuferin startete - und Robert dem Startläufer der Männerstaffel ging es also noch vor dem ersten Hahnenschrei von Leipzig nach Blankenstein. Und während die anderen Staffelmitglieder noch vom Rennsteig träumten, suchte Dirk bereits am Ufer der Selbitz nach dem passenden Stein, welcher traditionsgemäß von Läufer zu Läufer weitergegeben wird um ihn dann gemeinsam im Ziel in die Werra zu werfen.

Der Kampf gegen die Uhr begann für die Mixstaffel also pünktlich um 5 Uhr. Es galt nun die zehn Streckenabschnitte (Grumbach-Schildwiese–Neuhaus–Masserberg–Allzunah–Grenzadler-Neue Ausspanne-Kleiner Inselberg-Hohe Sonne-Hörschel) nach dem vorab von Jana sorgfältig ausgetüftelten Zeitplan zu absolvieren. Hier zählte nicht nur die läuferische Leistung, sondern perfekte Organisation und vor allem Teamgeist. Jeder Läufer musste zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein und später von seinem Zielpunkt auch wieder abgeholt werden. Wir liefen in der gemeinsam festgelegten Reihenfolge Dirk Müller, Liane Grätsch, Steffen Dülsner, Ulrich Wolf, Jana Schönlebe, Holger Kratz, Tina Laux, Annette Hempel, Thoralf Nestler und Anne Marie Richter. Ab der 7. Etappe unterstützte uns Torsten, indem er die letzten vier Läufer auf dem Fahrrad begleitete und damit mental sowie beim Finden der Strecke unterstützte. Es lief alles wie am Schnürchen, bei Temperaturen um 10 Grad, teilweise leichtem Nieselregen, gepaart mit Nebel absolvierte die Mixstaffel Etappe für Etappe nach Plan. Nach neun Staffelwechseln, insgesamt 168,97 Kilometern und unzähligen Höhenmetern erreichte unsere zehnte Läuferin Anne-Marie nach 14 Stunden und 21 Minuten das Ziel. Mit einem erneuten 10. Platz konnten wir unsere TOP 10 Platzierung vom Vorjahr erfolgreich bestätigen. Nun hieß es noch, den mitgenommenen Stein aus der Selbitz gemeinsam in die Werra zu werfen und einen der begehrten Startplätze für das nächste Jahr zu sichern. Beim späteren Abendessen in Eisenach ließen wir die Ereignisse des Tages Revue passieren und planten schon fürs nächste Jahr, dabei wurde das Spiel der Deutschen Fußballnationalmannschaft fast schon zur Nebensache.

Unser Männer-Team „Run For The Kids“ erreichte das Ziel bereits nach 12 Stunden und 43 Minuten und feierte mit Platz 14 von 145 Männerstaffeln erfolgreich sein Rennsteigstaffel-Debüt. Ab 2019 geht es dann gemeinsam bei umgekehrter Streckenführung von West nach Ost. (Tina Laux)

2 Staffeln, 20 Läufer und Supportteam – Rennsteigstaffel 2018

Unsere Abteilung ist ja inzwischen schon Wiederholungstäter bei der Rennsteigstaffel und die Startplätze sind – absolut zurecht – extrem begehrt. Zu Weihnachten gab es die Gelegenheit mit einer Spende an ein Kinderprojekt an einen zweiten Startplatz zu kommen. Die Gelegenheit wollten wir nicht verpassen und haben einfach mal eine schöne Zahl als Spendenbetrag gewählt: 345,67. Wie es im Leben so ist, womit man am wenigsten rechnet klappt es dann doch. Nun galt es die gewonnenen zehn Etappen personell aufzufüllen. Um Siege sollte es sowieso nicht gehen (sowas ergibt sich einfach wenn es sein muss), stattdessen zählte Leidenschaft beim Höhenmetersammeln. 

Dank der Erfahrungen aus dem letzten Jahr und grandios unkomplizierter sowie engagierter Mitarbeit aller Beteiligten wurde auch die Organisation ein Kinderspiel. Zudem gilt ein riesiger Dank an unser Supportteam beider Staffeln. Das Laufen ist ja nur ein kleiner Teil. Zum Start hinkommen und dann nicht allein im Etappenziel sprichwörtlich im Regen zu stehen, gehören ja auch noch dazu. 

Nun musste nur noch gelaufen werden. Dies taten dann auch alle mit Bravour! Die für die Anreisezeiten sehr aggressiv veranschlagten Zielzeiten wurden fast durchgängig erreicht. Vielleicht können wir aber auch einfach schlechter rechnen als Laufen. :D Die Läufer und ihre Ergebnisse brauche ich hier nicht weiter nennen – die sehr schön gemachte Urkunde spricht für sich. Damit die Laufergebnisse der Staffeln auch wirklich gültig sind, mussten selbstverständlich noch die transportierten Steine pflichtgemäß versenkt werden. 

Im nächsten Jahr werden wir wieder mit 2 Staffeln bei diesem sportlich-romantischen Abenteuer starten können. Dann aber in die andere Richtung, in Blankenstein gehen die Steine aus! (Robert Klein)