Berlin Marathon 2019 - ein Bericht von Franz Kressig

Leichtathletik

Noch einmal nach München 2017 einen Marathon unter 3h zu laufen, so lautete mein Ziel für Berlin 2019. Nach meinem ersten Trainingsjahr beim SC DHfK rückte diese Zeit aufgrund einiger u.a. auch verletzungsbedingter Rückschläge in den Tagen und Wochen vorm Wettkampf aber wieder in weite Ferne. So beschloss ich, zunächst ohne Druck in das Rennen einzusteigen, um meine Tagesform auf den ersten 10km auszuloten.

 

Die Stimmung im Startblock mit 47000 Teilnehmern war gigantisch und so waren um 9:15 Uhr alle Strapazen und Schmerzen der vergangenen Tage vergessen. Zu Beginn fand ich gut ins Rennen und achtete vorrangig darauf, trotz Adrenalin und Euphorie nicht zu schnell anzugehen und auch konsequent alle Verpflegungspunkte mitzunehmen. Diese Strategie und das intensive und strukturierte Training im Verein zahlten sich letztendlich aus, denn auch nach Kilometer 25 und 30 verspürte ich, anders als in den Jahren zuvor, noch kaum muskuläre oder konditionelle Erschöpfung. Auch gelang es mir diesmal, meinen Rhythmus beizubehalten und mich von der tollen Atmosphäre an der Strecke tragen zu lassen. Mit diesem guten Gefühl und dem entsprechenden Motivationsschub nahm ich die letzten 10km in Angriff und konnte tempomäßig sogar noch etwas zulegen. So erreichte ich kurz nach dem Brandenburger Tor nach 2:56:51h das Ziel - ein absoluter Gänsehautmoment voller Stolz und der ein oder anderen Freudenträne...

 

Mein Dank gilt zunächst meiner Freundin für ihr Verständnis und ihre enorme Unterstützung im Laufe der intensiven Marathonvorbereitung, sowie an der Strecke. Darüber hinaus möchte ich mich bei meiner Laufgruppe und insbesondere meinem Gruppenleiter Robert Klein bedanken, für die vielen wertvollen, individuellen Tipps und das gemeinsame Training mit einer tollen Mannschaft.

(Franz Kressig)