Sandra Boitz wird Marathonsiegerin in Dresden

Leichtathletik

„Ein Marathon ist auch ein bisschen Krimi“, so beschreibt Sandra Boitz ihren großartigen Lauf beim 20. Dresden-Marathon 2018, den sie als Marathonsiegerin beendet.

Sandra Boitz auf dem Weg zum Marathonsieg (Foto: C. Hoffmann)

Erkämpfte einen starken 4. Platz: Roberto Schumann (Foto: J. Meyer)

Mehr als 6.800 Läuferinnen und Läufer gingen am Sonntag beim 20. Piepenbrock Dresden-Marathon auf verschiedenen Strecken an den Start. Dabei erlebte unsere Sandra Boitz einen perfekten Wettkampftag und war auf der Marathonstrecke die schnellste Frau in einer Zeit von 2:56:45 h.

Marathonsiegerin – ein Traum, der für Sandra nach ihrem Sieg beim Leipzig Marathon 2013 nun zum zweiten Mal in Erfüllung ging. Dabei hatte die in der W40 startende Läuferin mit einem Sieg beim Dresden Marathon überhaupt nicht gerechnet. Auch zwei Tage nach ihrem Rennen ist Sandra noch ein wenig überwältigt und meint: „Es scheint alles so unwirklich.“

Dabei stand Sandra in Dresden schon oft auf dem Siegertreppchen – über die halbe Distanz. „Aber Marathon“, so Sandra, „ist eben etwas ganz besonderes“. Und beim Jubiläumslauf des Dresden Marathon über die volle Distanz zu gewinnen – das ist mehr als besonders!

Das Rennen selbst erlebte Sandra so: „Ich bin losgelaufen und plötzlich waren da Führungsfahrräder. Meine Gedanken: Das kann nicht sein. Franziska Jung aus Leipzig übernahm die Führung und ich blieb mit Abstand dahinter. Ruhig bleiben, denn 42 Kilometer sind lang. In der Nähe des Großen Gartens, ungefähr bei Kilometer 11/12 lief ich auf sie auf und wir blieben bis Kilometer 16/17 zusammen. Ab da habe ich mich gelöst und wahrscheinlich hat sich in mir selbst schon etwas Adrenalin gelöst, als ich dann als Führende in die zweite und für die Beine schwerere Runde ging. Sicher war ich mir nie, denn ein Marathon ist auch ein bisschen Krimi, eben unberechenbar. Erst auf den letzten Kilometern wurde es mir dann noch einmal bewusst: Mensch, ich kann das Ding jetzt gewinnen. Die Zeit war mir egal, ins Ziel laufen und die Arme hochreißen. Die Tränen der Freude kullerten dann toll.“

Als Höhepunkt des Tages wurde Sandra als Marathonsiegerin geehrt. Zusätzlich fand eine Ehrung für die besten Sächsischen Teilnehmer statt. Dabei stand ein weiterer Läufer des SC DHfK Leipzig auf der Bühne: Roberto Schumann erkämpfte sich in einer Zeit von 2:41:57 Stunden einen starken 4. Gesamtplatz hinter Edwin Kosgei (2:11:09), Dickson Kurui (2:16:54) und Sven Ehrhardt (2:35:06) und war damit schnellster Sachse. Als Belohnung erhielten Sandra und Roberto ein besonderes sächsisches Geschenk: eine Vase aus Meißner Porzellan. (sb/sf)

Die Abteilung Leichtathletik gratuliert Sandra und Roberto ganz herzlich zu ihren großartigen Erfolgen!